Da ich schon dieses Bauprojekt Werkstatt nun schon voran treibe ein paar Zeilen zu mir selbst und Matavenero.
Ich lebe seit 17 Jahren in Matavenero und mein Hauptprojekt ist die Wasserversorgung von Matavenero. Andere Projekte sind die Seilbahn, meine Wasserradbetriebene Brennholzsäge, eine kleine Baumschule usw.
Mir fällt immer wieder auf wie offen für alle unterschiedlichen Besucher Matavenero ist und wie oft es zu Mißverständnissen kommt.
Matavenero ist von einem Selbstversorgerstatus weit entfernt. Zu einem großen Teil hat das mit der Lage (1000m,Berge) zu tun und und unserem Verzicht auf Motor getriebene Geräte. Eine Selbstversorgung nach John Seymors "Das große Buch vom Leben auf dem Lande" ist in Matavenero nicht realisierbar. Zum anderen ist Matavenero eine "Gemeinschaft" die ohne Dogma und Hierachie auskommt. Persönliche Freiheit ist wohl das einzige "Dogma"! Unterschätzt wird auch immer wieder die Problematik des Zusammenlebens von Menschen aus verschiedenen Nationen und Sprachen.
Es gibt in Matavenero keine gemeinsame Ökonomie und jeder ist für sich Selbst und sein Aus- oder Einkommen selbst verantwortlich
Wir bemühen uns spanisch zu sprechen und es ist auch notwendig, trotzdem kommt es immer wieder zu Mißverständnissen durch den Gebrauch einer fremden Sprache.
Wir bemühen uns immer wieder offen zu sein, trotzdem können wir nicht auf alle und jeden zugehen. Es ist oft einfach zuviel.
Im spanischen Forum sind 2 Beiträge von Besuchern zulesen die ihre Erlebnisse in Matavenero schildern. Wir dürfen immer wieder die selben Fragen beantworten und oft genug geben wir etwas seltsame Antworten. Es kann durchaus sein, das auf die Frage " Eßt ihr Fleisch?" die Antwort " Mit Vorliebe gegrillte Touristen" kommt.
Im Moment ist es etwas schwierig mit uns in Kontakt zu treten da wir im Dorf keinen Internetanschluss haben und oft keine Mails beantworten können oder es lange dauert.